Portiunkula Ablass 02. August 2025
Grande Perdono d’Assisi,
Portiunkula Ablass 02. August 25
am Weihetag der Portiunkula – Basilica in Assisi
Maria Sühnesamstag
Am 1. bzw. 2. August sowie am darauffolgenden Sonntag können alle Gläubigen den Portiunkula-Ablass gewinnen. Ein Ablass, der auf den hl. Franziskus von Assisi zurückgeht
Der Portiunkula-Ablass (ital. Grande Perdono d’Assisi) ist ein Ablass der am 2. August oder am darauffolgenden Sonntag – ab 12 Uhr des Vortages bis 24 Uhr des betreffenden Tages – in Pfarrkirchen oder Kirchen des Franziskanerordens als vollkommener Ablass gewonnen werden kann.
Voraussetzungen sind:
Besuch einer dieser Kirchen mit Gebet von Vater unser und Glaubensbekenntnis. Zusätzlich noch die Erfüllung der üblichen Bedingungen für einen Ablass:
Beichte mit entschlossener Abkehr von jeder Sünde,
eucharistische Kommunionempfang und
Gebet auf Meinung des Heiligen Vaters.
Diese Bedingungen können mehrere Tage vor (oder auch nach) dem Kirchenbesuch erfüllt werden.
Zeugnis des hl. Franziskus bei der Erscheinung kniend vor Jesus Christus und der Jungfrau Maria.
Santa Maria degli Angeli, Assisi in der sich das Heiligtum der Portiunkula Kapelle befindet.
Über die Gewährung des Ablasses wird folgende Geschichte erzählt: „Der hl. Franziskus brachte einmal die ganze Nacht im Gebet zu, als ihm vom Herrn geoffenbart wurde, dass er sich zum Papst begeben solle, um für die von ihm wieder hergestellte Portiunkula-Kapelle einen Ablass zu erflehen. In Perugia, wo der Papst damals residierte, wurde Franziskus empfangen und er bat den Pontifex mit folgenden Worten:
„Heiliger Vater, vor einiger Zeit habe ich für Euch eine zu Ehren der Jungfrau und Mutter Christi erbaute Kirche wieder hergestellt. Ich bitte nun Eure Heiligkeit, dass Ihr dort einen Ablass gewähret, ohne Opfergaben.” „Das kann wohl nicht geschehen”, erwiderte der Papst, „denn wer einen Ablass verlangt, muss denselben auch durch Wohltun verdienen.
Sage aber, wieviel Jahre verlangst du und was für einen Ablass soll ich dir gewähren?” Franziskus antwortete: „Eure Heiligkeit möge mir nicht Jahre geben, sondern Seelen.” „Wie willst du Seelen?” fragte der Papst. „Heiliger Vater” war die Antwort, „wenn es Euch gefällt, so will ich, dass alle, die in die Kirche kommen, gebeichtet haben, reumütig sind und wie es sich gebühret, vom Priester absolviert wurden, im Himmel und auf Erden befreit werden von Strafe und Schuld, und zwar vom Augenblick der Taufe an, bis auf den Tag und die Stunde, in welcher sie die Kirche betreten.” „Das ist viel”, sprach der Papst, „Bruder Franziskus, es ist nicht der Brauch oder Praxis der römischen Kurie, solche Ablässe zu erteilen.” „Herr”, erwiderte Franziskus, „was ich da erflehe, erflehe ich nicht aus mir selbst, sondern im Namen dessen, der mich gesandt hat, im Namen Jesu Christi.” „Es gefällt uns so”, sprach nun der Papst, „du sollst es haben.” Die anwesenden Kardinäle und Prälaten waren mit der Ablassgewährung nicht einverstanden. Sie machten dem Papst Vorhaltungen, dass er dadurch die dem Heiligen Lande und der Kirche der Apostelfürsten Petrus und Paulus in Rom gewährten Ablässe schädige.
Der Papst antwortete: „Wir haben ihn gewährt. Es schickt sich nicht, rückgängig zu machen, was geschehen ist; wir sollen aber den Ablass beschränken, dass er sich nur auf einen einzigen Tag ausdehne.“ Franziskus neigte also auf die Entscheidung des Papstes hin sein Haupt und entfernte sich. Der Papst rief ihn zurück und sprach zu ihm: „Einfältiger Mensch, wohin willst du gehen? Welche Sicherheit hast du für diesen Ablass?” Worauf Franziskus: „Wenn das Werk von Gott ist, wird er Sein Werk bekanntmachen. Ich will darum keine Urkunde. Die selige Jungfrau sei das Papier, Christus, der Vater und die Engel seien Zeugen.“
Die Gewährung dieses Ablasses wurde in der Folge von Papst Gregor XV. auf alle franziskanischen Kirchen ausgedehnt. Später dann von Pius X. auf alle Kirchen des Erdkreises.
Aus den Schriften der MI (hl. Maximilian Maria Kolbe – Franziskaner – Minorit)
Der heilige Apostel der Immaculata richtete folgende Ermahnung an seine Mitbrüder: „Entledigen wir uns des alten Menschen und bemühen wir uns ein Werkzeug in der Hand der Immaculata zu sein, damit sie uns führt, damit sie die Herrin ist und wir nur die Rädchen in der Maschine. Ob wir krank oder gesund sind, diese oder jene Arbeit tun – das ist alles unwichtig. Diese Selbstvernichtung soll also unsere Vorbereitung sein, und dann werden wir die Pflicht, anderen zu helfen besser erfüllen können. Und wir werden uns vor dem göttlichen Gericht dafür verantworten müssen, was wir anderen zuteilwerden ließen, und ob es nicht zu wenig war, da wir hätten mehr tun können. Selbstverständlich müssen wir uns von der göttlichen Liebe leiten lassen, und je heiliger jemand ist, umso mehr lieben wir ihn. Und weil die Mutter Gottes vollkommen heilig ist, lieben wir sie am meisten.“